Direkt zum Hauptbereich

Produktivität und Personal

Produktivität

Produktivität = Output / Input
 
Als Produktivität bezeichnet man das Verhältnis von Output und Input eines Unternehmens. Die Masseinheiten können dabei frei gewählt werden.


Es gibt unterschiedliche Ansätze, um die Produktivität zu berechnen:

  • Beispiel Produktivität eines Unternehmens:
Ein Unternehmen baut je Produktionsmitarbeiter 10 Autos im Jahr.
Die Produktivität beträgt: 10 Autos/Mitarbeiter.
 

  • Beispiel Umsatzproduktivität:
Ein Unternehmen erzielt einen Umsatz von 10 Mio. Das Unternehmen beschäftigt 50 Arbeitnehmer.
Die Produktivität beträgt: 10 Mio./ 50 Arbeitnehmer = 200'000 /Mitarbeiter.

 

Auslastungsgrad

Auslastungsgrad = produktive Stunden / bezahlte Arbeitsstunden

Der Auslastungsgrad beschreibt den Anteil der beanspruchten Kapazität von Ressourcen und Betriebsmitteln (Anlagen, Maschinen, Mitarbeitern, Energie) gemessen an der insgesamt verfügbaren Kapazität.



Produktivität vs. Rentabilität 

Um die Produktivität beurteilen zu können, muss der IST Zustand mit einem SOLL Zustand verglichen werden können (z.B. Benchmarking/ Vergleich mit Konkurrenten).
Von Rentabilität spricht man, wenn die Einnahmen höher sind als die Ausgaben.

  • Beispiel: 
Ein Fahrradhersteller stellt pro Stunde ein Fahrrad her. Das ist mehr als bei der Konkurrenz. Das Unternehmen ist somit produktiv. 
Das Fahrrad kann für CHF 90 pro Stück verkauft werden. Die Arbeitsstunde kostet mit allen Gemeinkosten CHF 120. Das Unternehmen produziert nicht rentabel.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Soll und Haben - die Logik des Sachkontos

Was Sie bereits wissen: In der Finanzbuchhaltung werden die relevanten Geschäftsfälle in Sachkonten erfasst . Die doppelte Buchhaltung basiert auf der Annahme, dass jeder Geschäftsfall zwei Sachkonten gleichzeitig betrifft. Aus den beiden betroffenen Konten wird ein Buchungssatz gebildet.  Die Logik des Kontos Die einzelnen Sachkonten funktionieren grundsätzlich gleich wie ein Bankkonto. Sie haben Geld auf dem Konto, geben davon etwas aus, nehmen zusätzliches Geld ein und der Schlusssaldo zeigt den aktuellen Wert des Bankkontos. Betrachten wir das Beispiel oben: Sie verkaufen Waren im Wert von CHF 999. Soll und Haben - Vorzeichen der doppelten Buchhaltung In der doppelten Buchhaltung wird nicht mit den Vorzeichen „Plus“ und „Minus“ gearbeitet. Das einzelne Sachkonto wird als Konto mit den beiden Spalten „Soll“ und „Haben“ geführt. Es gibt eine eigene Vorzeichenlogik für die 4 Kategorien: Bilanz Vermögenswerte = Aktiven oder Aktivko...

Personalkosten - Was kosten uns Mitarbeitende?

Beim Stichwort "Personalkosten" denken viele nur an den Lohn von Mitarbeitenden.   Der Arbeitgeber bezahlt jedoch auch einen beachtlichen Teil der Sozialversicherungsbeiträge.  Je nach Alter und Anstellungsbedingungen des Mitarbeitenden kommen Kosten von 10 - 30% des Bruttolohns dazu. Ein Beispiel: Angestellter beim Kanton Bern 50 Jahre alt 1 Kind im Schulalter Um beurteilen zu können, was uns Mitarbeitende kosten, gilt es zwei Situationen zu unterscheiden:    1.Reguläre Zahlung von Lohn und Sozialversicherungsbeiträgen  2.Kosten beim Ausfall von Mitarbeitenden (Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Dienstpflicht)      1. Reguläre Zahlung von Lohn und Sozialversicherungsbeiträgen Die buchhalterische Abbildung von Lohnzahlungen und Sozialversicherungsbeiträgen setzt einige Grundkenntnisse des Schweizer Sozialversicherungsrechtes voraus: die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Dreisäulensystem), der Schutz...

Erwerbsersatzordnung

Die Erwerbsersatzordnung (EO) ersetzt Personen, die Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst leisten, einen Teil des Verdienstausfalls ( Erwerbsausfallentschädigung ).  Die Erwerbsausfallentschädigung für Dienstleistende beträgt 80 Prozent des Lohnes vor dem Einrücken. Seit 2005 leistet die EO überdies den Erwerbsersatz bei Mutterschaft ( Mutterschaftsentschädigung ). Erwerbstätige oder selbstständige Frauen haben während 14 Wochen Anspruch auf den Ersatz von 80 Prozent ihres durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt, maximal Fr. 196.– pro Tag. Die versicherten Personen Die EO ist wie die Invalidenversicherung eng mit der AHV verbunden. Sie erfasst grundsätzlich die ganze in der Schweiz wohnhafte Bevölkerung (inkl. ausländischer Staatsangehöriger), ohne Rücksicht darauf, ob die einzelne Person je, in der Schweiz Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst leisten wird oder Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung erheben kann. Der Beginn und das Ende de...